Anleitung für einen Antrag auf erneute Überprüfung

Bei Google in Deutschland gehen laut Aussage eines Google Mitarbeiters pro Woche 350 Anträge auf erneute Überprüfung ein. Einen solchen Antrag muss der Webmaster einreichen, wenn er eine manuelle Maßnahme, die sein Ranking innerhalb von Google negativ beeinflussen kann, mitgeteilt bekommen hat. Man findet den Eintrag zur „manuellen Maßnahme“ in den Google Webmaster Tools, einem kostenlosen Tool von Google für alle Webmaster. Hat man einen solchen Vermerk bekommen muss ein Antrag gestellt werden – den genauen Ablauf sowie Tipps, um einen Antrag erfolgreich einzureichen findet man seit Kurzem unter: https://support.google.com/webmasters/answer/35843

Eine der häufigsten Ursachen für eine manuelle Maßnahme sind unnatürlich eingehende Links. Google geht hierbei davon aus, dass Sie als Webmaster oder ein Dritter künstliche Links im Web aufgebaut haben, um so die Positionen Ihrer Webseite in den Google-Ergebnissen positiv zu beeinflussen. Um den Verdacht und die möglichen Sanktionen seitens Google auszuräumen gibt Google dem Webmaster zur Stellungnahme in Form eines „Antrags auf erneute Überprüfung“. In diesem Antrag sollten Sie dann darlegen, ob und wenn ja in welchem Umfang Sie manipulative Maßnahmen vorgenommen oder vornehmen haben lassen und was Sie getan haben, um diese Maßnahmen zu beenden oder rückgängig zu machen.

Im Wortlaut heißt es von Google zu Thema eingehende Verlinkungen:

Manipulation von Backlinks: Stellen Sie eine Liste mit Links bereit, für die Sie entsprechende Maßnahmen ergriffen haben. Sie sollten alles Mögliche tun, um Backlinks zu entfernen, bevor Sie das Tool „Links für ungültig erklären“ verwenden. Eventuell bietet es sich an, Ihre Bemühungen zum Entfernen dieser Links zu dokumentieren. Wenn Sie die Backlinks einfach für ungültig erklären, ohne zu versuchen, sie zu entfernen, wird Ihr Antrag eventuell abgelehnt. Quelle

Zur Beurteilung, ob ein Link manipulativ gesetzt wurde sollte sich der Webmaster im Vorfeld die Google Qualitätsrichtlinien zu manipulativen Verlinkungen genau durchlesen. Diese geben dem Leser die Information, was Google zur Interpretation eines unnatürlichen Links als Grundlage nutzt. Sie werden dabei schnell merken, dass trotz der durchaus klaren Beispiele so ziemlich jeder Verweis in Form eines Links Ihnen als Manipulation ausgelegt werden kann. Leider steht auf den Seiten von Google nicht, wie der perfekte Link auszusehen hat, denn diesen gibt es schlicht nicht. Aus Sicht von Google entstehen Links aus völlig freien Stücken und stellen eine Art redaktionelle Empfehlung des Webmasters dar. Ein Votum für Ihren Inhalt, Ihre Marke oder Ihr Produkt. Für die Beurteilung, ob es sich um ein echte, nicht käufliche Empfehlung handelt zieht der Algorithmus die Erfahrungen und Ergebnisse von zahlreichen vorangeschrittenen menschlichen Beurteilungen zu rate. Quality Rater trainieren den Algorithmus mit Beurteilungen über „natürlich, unkäuflich“ und „künstlich, käuflich“. Ist der Algorithmus sich unschlüssig, kommt es unserer Auffassung nach zu einer manuellen Maßnahme. In einem solchen Fall trainiert ein Begutachter von Google erneut den Algorithmus mit seiner Entscheidung. Je mehr Beurteilungen vorliegen, desto höher die statistische Wahrscheinlichkeit einer klaren zukünftigen Entscheidung für gleichgelagerte Fälle.

Weder der Algorithmus noch der Gutachter in Gestalt des Quality-Raters oder Search Engine Evaluators noch der Webmaster sind unfehlbar – im Wahn der subjektiven Wahrnehmung gefangen, wird hin und wieder vorverurteilt, statt objektiv gewertet. Dies zeigen die zahlreichen übertriebenen Beispiele völlig frei entstandener Empfehlungen ohne jeglichen Hintergrund einer Manipulation, welche in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden in den letzten Jahren zur Entscheidung kamen. Hier hilft ein sachlich formulierter Antrag, ggf. auch ein zweiter, dritter oder gar vierter – der den Sachverhalt erläutert und auf eine neutrale Beurteilung der Anträge abzielt. Am Ende hat der Webmaster die Arbeit und Google die Macht in Form von Intransparenz und möglicher Entscheidungswillkür zu bestimmen, ob Ihre Webseite von den Maßnahmen befreit wird oder weiter mit Sanktionen belegt bleibt. Der Weg kann sehr zäh und lang werden – wenn Sie nicht weiter kommen, helfen wir Ihnen und finden zusammen einen sauberen und schnellen Weg Ihre Ziele im Online-Business zusammen mit den Besuchern aus der Suchmaschine wieder zu erreichen. Sprechen Sie uns an!